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Ölheizung
Ölheizung, Lagerung und Ölbrennwerttechnik

In 5-6 Millionen deutschen Haushalten sind Ölheizungen verbaut, die regelmäßig genutzt werden.

Oelheizung
Oelheizung
Oelheizung

Unter der Bezeichnung Ölheizung werden all jene Heizungsanlagen gefasst, welche mit Heizöl betrieben werden, d.h. welche durch die Verbrennung von Heizöl Wärme erzeugen. Heizöl wird aus Rohöl gewonnen und rot eingefärbt, um einen Missbrauch als Treibstoff zu verhindern. Man unterscheidet verschiedene Heizölsorten: extra leichtflüssiges Heizöl (EL), leichtflüssiges Heizöl (L), mittelschweres Heizöl (M) und schwerflüssiges Heizöl (S).

Bei privaten Ölheizungen kommt meist das sogenannte extra leichtflüssige Heizöl zum Einsatz. Schwefelarmes Heizöl (EL) ist besonders empfehlenswert, da es sehr umweltschonend ist. Bei der Verbrennung bleiben kaum Rückstände zurück.


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

Lagerung von Heizöl

Lagerung von Heizöl

Bei der Lagerung von Heizöl wird zwischen der oberirdischen Lagerung und der unterirdischen Lagerung unterschieden. Beide Tankarten gelten als sehr flexibel und platzsparend, weil sie sich individuell an die zur Verfügung stehenden Räume anpassen können.

Während oberirdische Tanks einen festen Platz im Haus bekommen, werden unterirdisch platzierte Öltanks nahe des Hauses in der Erde vergraben. Grundsätzlich gilt jedoch, dass sowohl oberirdische Tanks ab 1000 Litern Fassungsvermögen, als auch Erdtanks frühzeitig bei der zuständigen Wasserbehörde, gemeldet werden müssen.

Im Regelfall sind dies zwei Monate vorher. Auch eine Baugenehmigung wird ab einer bestimmten Anlagengröße verlangt. Die dazugehörigen Formulare bekommen Sie bei Ihrem zuständigen Bauamt und der Wasserbehörde.

Unterirdische Lagerung

Unterirdische Lagerung

Während eine oberirdische Lagerung eine größere Fläche im Haus benötigt, kommen Erdtanks ganz ohne aus.

Somit wird im Haus nur noch der Platz für den Ölkessel benötigt, welcher in der Regel nur circa einen Quadratmeter Stellfläche misst. Erdtanks werden aus Stahl oder verstärktem Kunststoff gefertigt und sind immer doppelwandig.

In bestimmten Gebieten, wie zum Beispiel hochwassergefährdeten Landstrichen oder Bereichen mit hohem Grundwasserspiegel, ist unter Umständen eine spezielle Zusatzkonstruktion zwingend erforderlich.

Oberirdische Lagerung

Oberirdische Lagerung

Bei oberirdischer Lagerung gilt: Tanks mit bis zu einem Volumen von 5000 Litern dürfen mit dem Heizkessel im gleichen Raum untergebracht werden.

Solche Tanks gibt es als Batterietanks oder als Tanks, die direkt vor Ort passend zusammengesetzt werden (standortgefertigt). Beide Versionen werden überwiegend aus Kunststoff erstellt und sind ein- und doppelwandig erhältlich.

Einwandige Konstruktionen können mit einer Leckschutzauskleidung versehen werden, die dann wie doppelwandige Tankausführungen gewertet werden und dadurch keine eigene Auffangwanne mehr benötigen.

Sachverstand

Sachverstand

Bestimmte Öltanks müssen vor Inbetriebnahme von einem Fachmann abgenommen werden.

Sowohl Erdtanks als auch oberirdische Tankanlagen mit mehr als 1000 Liter Fassungsvolumen müssen vor Inbetriebnahme von einem Sachverständigen in Bezug auf der VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) einmal überprüft werden.

Weitere Prüfungen sind nur bei Erdtanks oder in Gebieten erforderlich, die besondere Gegebenheiten (zum Beispiel einen erhöhten Grundwasserspiegel etc.) aufweisen.

Sichtkontrollen

Sichtkontrollen

Sichtkontrollen hat der Betreiber einer Anlage regelmäßig durchzuführen und sind verpflichtend!

Dazu gehören unter anderem Überprüfungen auf Dichtheit sowie auf Beschädigungen wie Risse, Korrosionsschäden oder fehlerhafte Beschichtungen. Diese Sichtprüfung schließt alle Ölleitungen und den Tank mit ein. Außerdem muss sichergestellt sein, dass alle Anlagenkomponenten (Verschraubungen etc.) zuverlässig vor Regenwasser geschützt sind.

Bei Leckanzeigegeräten muss zusätzlich auch sichergestellt werden, dass diese voll funktionsfähig sind. Wenn Sie sich unsicher sind, wie diese Kontrollen auszusehen haben, sollten Sie sich dies von einem Fachunternehmen erklären lassen oder einen regelmäßigen Wartungsauftrag vergeben.

Nur vom Fachbetrieb!

Nur vom Fachbetrieb!

Arbeiten an Öltanks immer nur von qualifizierten Fachleuten vornehmen lassen.

Wichtig: Alle Arbeiten an Ihrem Öltank, wie zum Beispiel das Einbauen und Aufstellen sowie sämtliche Instandhaltungs- und/oder Instandsetzungsarbeiten sind ausschließlich von zertifizierten Fachunternehmen durchzuführen, die eine Qualifikation nach Wasserrecht (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) besitzen.

Diese Regelung gilt, je nach Bundesland, ab einem Tanklagervolumen von 1.000 Litern oder ab einem Volumen von 10.000 Litern. Wenn Sie Fragen dazu haben, sprechen Sie uns bitte an - wir können Ihnen weiterhelfen.


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